"air-eignis" - Projekte und Veranstaltungen
 
 
     
::: Lehrer drücken bei Radio Funkwerk die "Schulbank"  
  Auch Lehrer werden hin und wieder zu Schülern und drücken die "Schulbank". 12 Pädagogen nehmen derzeit bei Radio Funkwerk - dem Offenen Hörfunkkanal der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) für Erfurt und Weimar - an einem medienpädagogischen Qualifizierungsseminar teil. Das soll sie fit machen, damit sie später ihren Schülern selbst erklären und zeigen können, wie beispielsweise ein Radiobeitrag entsteht. Natürlich kommt vor der Praxis die "graue" Theorie, auch wenn die Medienpädagogin bei Radio Funkwerk versucht, diese Grundlagen sehr bunt und interessant zu vermitteln.

So stellt beispielsweise nicht nur der Deutschlehrer fest, dass es zwischen Schrift- und Sprechsprache im Radio einen erheblichen Unterschied gibt. Dazu ist das Sammeln von sogenannten O-Tönen - beispielsweise bei Straßenumfragen - zum einen mit der Handhabung eines Aufnahmegerätes, zum anderen mit Hintergrundgeräuschen verbunden. Auch wenn die Möglichkeiten der späteren Tonbearbeitung mit einem digitalen Schnittprogramm ausführlich erklärt werden, ist eine qualitativ hochwertige Aufnahme bekanntlich durch nichts zu ersetzen. Eine Logopädin frischt beim Sprechtraining noch einmal theoretische und praktische Grundlagen auf und geht auf die Besonderheiten beim Radio ein. Und last but not least gibt ein Journalist Einblicke in seinen beruflichen Alltag.
Nunmehr selbst sattelfest im Umgang mit Technik, Theorie und Tonbearbeitung schließt sich die Vermittlung des Wissens an die Schüler an - die sogenannte Medienpädagogik. Dafür testeten die Lehrer selbst auch Methoden aus, zum Beispiel die "Heldenwäscheleine", die dazu dient, über Medien mit den Schülern ins Gespräch zu kommen. Eine andere Art, ganz einfach das Interesse zu wecken, konnten die Pädagogen beim "Melodienraten" für Kinder ausprobieren: Aus vorgespielten Melodien die dazugehörige Fernsehserie erraten.
Am Ende des Qualifizierungsseminars wendeten die künftigen Medienlehrer ihr neu erworbenes Wissen bei der Produktion eines eigenen Radiobeitrages oder eines Hörspiels an - eine Art "Klassenarbeit" zum Anhören. Künftig sollen die Lehrer in ihren Klassen selbständig medienpädagogische Projekte durchführen. Während ihres ersten Radioprojektes werden sie von den Funkwerkern und den Medienpädagogen der Medienwerkstatt der TLM unterstützt, und auch danach stehen sie Lehrern bei Fragen oder für Anregungen jederzeit zur Verfügung.


Lehrer beim Aufnehmen von Geräuschen

 
 
     
::: Radio Funkwerk bringt den "Goldenen Spatzen" ins Radio  
  Bereits zum 2. Mal sind 18 Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Integrierten Gesamtschule Erfurt beim Deutschen Kinderfilm-&Fernseh-Festival "Goldener Spatz" als Reporter unterwegs. Der "Goldene Spatz" ist vom 25. April bis 4. Mai in Erfurt und Gera unterwegs und hat die neuesten Kinderfilme im Gepäck. Bis dahin helfen die Mitarbeiter der Medienwerkstatt der Thüringer Landesmedienanstalt und von Radio Funkwerk, die Mädchen und Jungen auf ihre Reporterkarriere vorzubereiten. Seit November 2004 vermitteln sie ihnen in wöchentlichen Seminaren die wichtigsten journalistischen und radiotechnischen Grundlagen.
Während der Festivalzeit wird es zum einen eine Radiogruppe geben; die anderen Schüler sind als Videoteam vor und hinter der Kamera aktiv. Der Job der Reportergruppen ist es, über die täglich gesehenen Filme, die Filmemacher, die Schauspieler, die Jury und die Reaktionen des Publikums zu berichten. Selbstverständlich unterstützen die Medienpädagogen und eine Teilnehmerin am freiwilligen sozialen Jahr im kulturellen Bereich während der Festivalzeit die jungen Radiomacher. Trotzdem entscheiden die Nachwuchsreporter selbst über die Inhalte ihrer Sendungen. Radio Funkwerk stellt den Schülern auch das technische Equipment und die Studios zur Verfügung. Die Radioberichte erhalten für die Zeit des Festivals einen festen Sendeplatz im Funkwerk-Programm. Die Videobeiträge sind übrigens täglich im Kino zu sehen.


Der Goldene Spatz flattert durch Erfurt
 
 
     
::: Weihnachtsfeier mit "Djed Moros"  
  Fast schon zur Tradition geworden ist die Weihnachtsfeier zum Jahresausklang bei Radio Funkwerk. Und so bereiteten die Funkwerker auch im Dezember 2004 ein kulinarisches und ein kulturelles Programm für die Nutzer vor. Zwar stand die Weihnachtsfeier etwas im Zeichen der Umbauarbeiten, doch das tat der Gemütlichkeit keinen Abbruch. Vielmehr weckten Gipskartonplatten, Kabelrollen, Fußbodenkleber und Handwerkskisten inmitten freiliegender Heizungskanäle und Trockenbauständer bei vielen Besuchern die Neugier auf das umgebaute Funkwerk.
Diesmal standen russische Märchen auf dem Programm. Eine kleine Reminiszenz an die russischsprachige Redaktionsgruppe "Radio Akzent". Daher lautete die Überschrift für diesen Abend auch "Funkwerk meets Djed Moros" - also Väterchen Frost. Der kam in Gestalt des Thüringer Berufs-Märchenerzählers Andreas vom Rothenbart, der schon das Jahr zuvor mit Märchen aus aller Welt zu begeistern wusste. Ein kulturelles Highlight, das auch den Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt Dr. Victor Henle zu einem Besuch animierte. Mit deutschem Essen und russischen Getränken gingen die Nutzer schließlich zum kulinarischen und gemütlichen Teil der Weihnachtsfeier über.
Obwohl sich einige Hobby-Moderatoren in den Studios das Mikro sprichwörtlich in die Hand geben, hören sich andere Nutzergruppen nur im Radio und laufen sich persönlich nie über den Weg. Deshalb ist das gemütliche Beisammensein eine gute Gelegenheit, sich Kennen zulernen, Erfahrungen auszutauschen oder sogar gemeinsame Projekte zu besprechen.

Wer diesmal die Weihnachtsfeier versäumt hat, der sollte sich den 21. Mai 2005 vormerken: Dann feiert Radio Funkwerk sein sechsjähriges Bestehen.


Andreas vom Rothenbarth und Sylvia Gawehn
 
 
     
::: Schwarz sind die Buchstaben und bunt sind die Bilder im Kopf  
  Im Rahmen der Initiative "Wir lesen vor - überall und jederzeit" von der Stiftung Lesen und DIE ZEIT lasen deutschlandweit am 12. November 2004 lokale Politiker, Unternehmer, Schriftsteller und Journalisten aus Kinderbüchern vor.
Radio Funkwerk beteiligte sich an diesem Tag von 13 bis 16 Uhr an der Aktion. Unter dem Motto "Große für Kleine" lasen die Mitglieder des AWO-Jugendwerkes, die Nutzer von Radio Funkwerk und die Funkwerker selbst Geschichten und Märchen von den Gebrüdern Grimm bis Günter Grass.
Bundesweit waren alle lesebegeisterten "Großen" eingeladen, den "Kleinen" etwas vorzulesen. Ziel der Initiative war es, die Leselust bei Kindern zu wecken. Doch dazu brauchte man nicht nur spannende Geschichten und Märchen, sondern auch Menschen, die ihnen diese Geschichten vorlesen.


Mitglieder des AWO Jugendwerkes lasen
zum Vorlesetag