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"air-eignis"
- Projekte und Veranstaltungen |
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Sozialer Tag beim Christophoruswerk Erfurt
Teil des Projektes Barrierefrei im Äther
Barrierefrei im Äther heißt ein Projekt von Radio Funkwerk und
dem Christophoruswerk Erfurt. Ziel ist es, den Beschäftigten
der geschützten Werkstätten des Christophoruswerkes den Weg
ins Radio so einfach wie möglich zu gestalten. Doch wer weiß
schon, welche Arbeit in den Werkstätten geleistet wird? Ein
Grund für die Mitarbeiter des Bürgerradios für Erfurt und Weimar,
einen sozialen Tag im Christophoruswerk zu leisten. Gleichzeitig
eine Gelegenheit, die späteren Radiomacher vor ihrem Besuch
bei Radio Funkwerk kennen zu lernen. Eine Werkstatt auf dem
Erfurter Ringelberg beispielsweise stellt Töpferwaren her, die
verkauft werden. Zwei Funkwerker leisteten ihren sozialen Tag
in der Druckerei des Christophoruswerkes. Sie halfen mit bei
der Produktion von Parkscheiben. Sonst werden dort ehe Kalender,
Prospekte und Geschäftspapiere gedruckt, geschnitten, geheftet
und verpackt wurden. Neben der Arbeit, so konnte Funkwerk-Chefin
Sylvia Gawehn erfahren, wird auch Sport groß geschrieben. Die
Stippvisite brachte allen Funkwerkern Einblicke in eine sonst
eher weniger bekannte Welt und die Erkenntnis, dass das Christophoruswerk
mit seinem Beschäftigten mit Qualität und Terminen im Wettbewerb
mithalten kann. Inzwischen hat sich eine Redaktionsgruppe von
Mitarbeitern des Christophoruswerk gegründet und durchläuft
ein Schulungsprogramm bei Radio Funkwerk vom Seminar in Presserecht
bis zum Sprechtraining. Auf Sendung gehen wird das Projekt voraussichtlich
im April. |

Funkwerk-Azubi Sebastian Krüger (r.)
beim sozialen Tag im Christophoruswerk Erfurt. |
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"Haarige
Geschichten" zur Lehrerfortbildung
Medienpädagogische Qualifizierung bei Radio Funkwerk
Auch Pädagogen müssen manchmal die Schulbank drücken. Anfang
Januar war es für zwölf Thüringer LehrerInnen wieder soweit:
Das medienpädagogische Qualifizierungsseminar der Thüringer
Landesmedienanstalt in Zusammenarbeit mit Radio Funkwerk bestimmte
ihren "Stundenplan". Wie bei ihren Schülern auch stand zunächst
die Theorie im Vordergrund. Dabei wurden Themen wie Mediennutzung
von Kindern und Jugendlichen und Medienrecht, aber auch journalistische
Grundlagen behandelt. Last but not least lernten die TeilnehmerInnen
den Umgang mit radiospezifischem Equipment kennen. Ziel der
Fortbildung war es, eigene praktische Audio- und Videoprojekte
an ihren Schulen zu planen, zu koordinieren und durchzuführen.
Da Probieren bekanntlich über Studieren geht, hieß es an einem
praktischen Beispiel, das Erlernte umzusetzen. Ein Teil der
Gruppe entschied sich für die Produktion eines Hörspiels: Der
Zuhörer konnte in einem Frisörsalon den Arbeitsgeräten wie Schere,
Trockenhaube oder Kamm bei der Arbeit belauschen. Kein Wunder,
dass dabei nur "haarige Geschichten" herauskommen konnten. Um
eine authentische Atmosphäre zu schaffen, wurde dem Frisör um
die Ecke mit Mikrofon und Aufnahmegerät "bewaffnet" ein Besuch
abgestattet. Diese Selbsterfahrung mit allen Tücken und Hindernissen
- beispielsweise bei der Suche nach den passenden Geräuschen
oder die Berührungsängste mit der Technik - ließen das Gefühl
aufkommen, vor welchen Problemen später einmal die Schüler stehen
werden, wenn sie die gleichen Aufgaben gestellt bekommen. Kaum
der Schulbank "entflohen" wenden die LehrerInnen ihr neu erworbenes
Wissen mit Unterstützung von Radio Funkwerk bei ihren Schülern
an. Was dabei herauskommt, ist mittwochs in der Zeit von 15
bis 16 Uhr auf den Frequenzen des Bürgerradios für Erfurt und
Weimar zu hören. |

Mit dem Medium Radio
auf Tuchfühlung: Lehrer während ihrer Fortbildung
im Bürgerradio. Im praktischen Teil entstand unter anderem
das
Hörspiel "Haarige Geschichten".
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Theater
für die Ohren
Abschluss des Hörspielseminars für Erfurter Studenten
Für ein Semester haben sich die Studenten der Universität Erfurt
mit Hörspielgeschichte befasst und sich in zwei Workshops an
einem eigenen versucht. Die Ergebnisse des Hörspielseminars
gingen am 28. Januar on air. Entstanden sind drei zehnminütige
Hörspiele, die sich mit einer fiktionalen Welt beschäftigen,
in der menschliche Beziehungen bis ins Groteske versachlicht
sind. So gehen in Oldtown, einem Paradies für wohlhabende Pensionäre,
immer mehr Einsame dazu über, die Lücke in ihrer Lebensplanung
aufzufüllen, und sich einfach einen Enkel zu leasen. Eine Firma
führt bei ihren Mitarbeitern nicht nur regelmäßig Gesundheitskontrollen
durch, im deren Genussmittelkonsum und Fitnesstand zu überprüfen,
sondern pflanzt diesen auch Chips ein. Mit diesem kann jederzeit
der emotionale Zustand der Angestellten abgerufen und reguliert
werden. In dem dritten Hörspiel unterwirft sich ein Student
dem komplizierten Testverfahren einer Lebensplanungsagentur.
Für nur 60 Prozent seines zukünftigen Gehaltes garantiert die
Agentur einen optimierten Karriereweg und sorgt mit geeigneten
Testverfahren auch für den passenden Partner. Scheidungen sind
allerdings nur möglich, wenn das im Vertragswerk vorgesehen
ist. Es ist alles geregelt in dieser "schönen neuen Welt".
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Drei Hörspiele produzierten Studenten der
Uni Erfurt während ihres Seminars bei
Radio Funkwerk.
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Up
with people auf Stippvisite in Erfurt
Sind Deutsche wirklich so pünktlich und ordentlich und essen
sie immer nur Würste mit Sauerkraut?
Up with people - man sollt erst gar nicht versuchen, über die
Übersetzung herzuleiten, was sich hinter diesem Namen verbirgt.
Denn einfach erklärt heißt es: In 19 Wochen rund um die Welt.
Nacheinander in sieben Ländern und 18 Städten, jeweils eine
Woche in einer Stadt. Im November 2005 war Erfurt Gaststadt
für dieses internationale Austauschprogramm - und Radio Funkwerk
einer der Medienpartner der Stadt. Zusammen mit Erfurter Schülern
produzierten die internationalen Teilnehmer ein einstündiges
Magazin. Dabei überprüften die Gäste ihr Bild von den Deutschen.
Sind die wirklich so pünktlich und ordentlich und essen sie
immer nur Würste mit Sauerkraut? |

Radio Funkwerk war einer der Projektpartner der Stadt Erfurt
für Up with people. |
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Wir
lesen vor - überall & jederzeit
Aktion Vorlesetag in Kooperation mit der Erfurter Stadtbibliothek
Schon zum zweiten Mal nahm Radio Funkwerk am bundesweiten Vorlesetag
teil. Diesmal fand das Vorlesen aber nicht nur im Radio statt,
sondern auch in der Stadtteilbibliothek am Berliner Platz, wo
die Kinder auf ihre Vorleser und Geschichten warteten. Die Lust
am Lesen entsteht beim Zuhören - vor allem wenn man nicht weiß,
wie die Geschichte ausgeht. Und um das zu erfahren, wurden von
den kleinen Zuhörern auch gleich die vorgestellten Kinderbücher
bei der Bibliothekarin geordert. Am 18. Novembers strahlte Radio
Funkwerk eine dreistündige Sondersendung rund um das Thema Lesen
mit Gesprächen, Interviews und Vorlesebeiträgen von Nutzern,
Teilnehmern am Thüringen Jahr Kultur und Mitarbeitern des Bürgerradios
aus. "Große für Kleine. Wir lesen vor - überall & jederzeit"
ist eine Initiative DER ZEIT und Der Stiftung Lesen. |

Große (hier Richard Schaefer) lesen für Kleine:
Die Bücher wurden meist gleich ausgeliehen. |
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Das
Hörspiel lebt
Radiokunst im Bürgerfunk
Auch in Off Air- Nischen: Die Radionächte bei Funkwerk erfreuten
sich in den letzten Monaten vieler Hörer und Zuschauer. Denn
zu sehen gab es schließlich auch was. Versprochen worden war
zu jedem Hörspiel eine kleine optische und kulinarische Inszenierung.
Zum Rahmenprogramm gehörten denn auch jedes Mal ein Programmheft
- wie zu einem Theaterabend. Ein assoziativer "Vorfilm" stimmte
das Publikum wie die Vorband auf den Star ein. Und das Catering,
das thematisch auf das jeweilige Radiokunstwerk zugeschnitten
war, konnte es mit jedem Fernsehabend zu Hause auf der Couch
aufnehmen. So vorbereitet konnten die Gäste in den Liegestühlen
versinken, die Augen schließen und den "Lauschangriff" genießen.
Vorgestellt wurden Hörspiele, die allesamt mit dem renommiertesten
deutschen Hörspielpreis ausgezeichnet worden waren, dem Hörspielpreis
der Kriegsblinden: "Stripped" von Stefan Weigl; "Rosebud" von
Christoph Schlingensief und "Pitcher" von Walter Filz. Und wenn
eine freundliche Stimme aus dem Off die Hörer zur Rückkehr in
die Gegenwart aufforderte und sich der Vorhang zur inneren Bühne
wieder senkte, war noch viel Zeit, mit seinen Liegestuhlnachbarn
über das Gehörte zu diskutieren. Die nächsten Hörspielnächte
sind ab Mai geplant. |
Rein in den Liegestuhl und die Hörspielnacht genießen:
Fortsetzung folgt. |
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