"air-leben" - Redaktionen und Sendungen  

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Herzlich willkommen im urbanen Klangraum
Ein interaktives Radioprojekt

Schließen Sie die Augen und machen Sie einen Spaziergang durch die Stadt. Was hören Sie? Zuerst wohl die hohen Töne: Autohupen, Sirenen, Kinderstimmen, Hundegebell und dann das tiefe Grundrauschen der City. Eben dieses Experiment unternahmen Erfurter Studenten. Gemeinsam mit den Hörern und einem blinden Erfurter begaben sie sich auf eine akustische Reise durch die Erfurter Innenstadt. Am Dienstag, dem 24. Januar, war um 17 Uhr ein 45-minütiges Spezial zum Thema Sounds und Medien im urbanen Raum zu hören. Die Live-Sendung fand im Rahmen des Seminars "Öffentliche Räume - Klänge - Medien" der Universität Erfurt statt. Präsentiert wurde das Radioprojekt von Nele Heise und Stefan Haeßler stellvertretend für ihre Seminargruppe. Das Feature beschäftigte sich mit Klängen, Sounds und Musik, die direkt und indirekt mit dem KlangRaum "Stadt" verbunden sind.

Nele Heise und Stefan Haeßler führten durch den urbanen Klangraum Erfurts.
 

::: Happy Birthday Wolfgang
Das Mozartprojekt im Bürgerradio

Am 27. Januar 1756 - also vor 250 Jahren - erblickte Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg das Licht der Welt. In einem Kalenderblatt würdigten die Funkwerker das Genie pünktlich zum Jahrestag. Mozart wird aber auch über seinen Geburtstag hinaus eine Rolle bei Radio Funkwerk spielen. Geplant sind Projekte mit Kindern und Jugendlichen, die sich aus ihrer Sicht mir der Musik und dem Leben des Komponisten auseinandersetzen. Mit dem Wunderknaben, der mit 4 Jahren erste Akkorde zupft, dem 11-jährigen Komponisten, dem Meister großer Opern und den Infant Terrible und Rebellen. Mit einem Vorurteil mussten wir gleich beim ersten Anlauf aufräumen, mit dem des völlig armen Künstlers. So erfuhren die Hörer beispielsweise, dass sich Mozart ein Klavierkonzert mit 1000 Gulden bezahlen ließ. Seine Magd hingegen speiste er mit einem Monatslohn von gerade mal einen Gulden ab.
 

::: Spurensuche
Projektstart mit Gedichten von Heinrich Heine

2006 ist Mozartjahr und Heinejahr. In den professionellen Medien wird anlässlich runder Jubiläen Berthold Brechts und Sigmund Freuds in einem Kalenderblatt gedacht oder aus aktuellem Anlass über die Folgen der Katastrophe von Tschernobyl vor 20 Jahren berichtet. Für den Bürgerfunk sind solche Themen eher untypisch. Aber wir können das auch, sagten Kristin Wachhall, Luise Langenhan und Stefan Dietrich und starteten am 17. Februar zum 150. Todestag von Heinrich Heine die Reihe "Spurensuche". Entstanden ist ein Beitrag über den Lyriker Heine, der das Format der kommerziellen Sender bei weitem sprengen würde, aber im Bürgerradio durchaus seinen Platz findet. Denn wo hört man heute noch ausführlich Gedichte und das mitten im Tagesprogramm? Zwei mal pro Woche wird die neue Redaktion nach Spuren suchen von Ereignissen in der Geschichte und Gegenwart. So werden in den nächsten Wochen Beiträge zum Beispiel zum Geburtstag Erich Kästners, der Ermordung Julius Caesars oder einer Premiere im Theater Erfurt entstehen.

Sind auf der Suche nach Ereignissen in Geschichte und Gegenwart: Luise Langenhan, Kristin Wachall und Stefan Dietrich (v.l.n.r.).
 

::: Interview-fix
Der schnelle Weg ins Radio

Radio Funkwerk ist ein Sende-Selber-Sender. Das Bürgerradio für Erfurt und Weimar stellt die Technik, die Frequenzen zur Verfügung und bietet Schulungen an. Der Bürger als Nutzer wiederum bringt sich selbst, seine Themen und Zeit mit. Doch manchmal kommt es vor, dass einmalige oder kurzfristige Wege ins Radio gesucht werden und sich dafür aufwändige Schulungen nicht lohnen. Daher steht Bürgern, Vereinen, Verbänden etc. der schnelle Zugang zum Bürgerradio offen: das Interview-fix. Für aktuelle Beiträge ist von montags bis freitags Sendezeit von 13 bis 13.30 Uhr reserviert ist. Dieses Angebot zu nutzen, ist ganz einfach: Ein Mitarbeiter von Funkwerk hilft bei der schnellen Beitragserstellung, damit das Anliegen zeitnah den Hörern gebracht werden kann. So können aktuelle Themen zügig verbreitet werden, ohne Schulungen oder Vorkenntnisse. Gedacht ist dieses schnelle Format für Beiträge, die 10 Minuten nicht überschreiten.