"air-eignis" - Projekte und Veranstaltungen  

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Im Königreich der Worte

Lehrer drücken die Schulbank im Bürgerradio

Lehrer und Lehrerinnen aus Erfurt und Umgebung besuchen auch in diesem Jahr wieder das Medienpädagogische Qualifizierungsseminar der TLM bei Radio Funkwerk. Nachdem sie im Dezember eine theoretische Einführung in Medienangebote, Nutzungsmuster und Medienwirkungen erhielten, ist jetzt Radiopraxis angesagt. Genau wie später für ihre Schüler auch gilt es, einen eigenen Beitrag zu planen sowie redaktionell und technisch umzusetzen. Das heißt beispielsweise mit einem mobilen Reportagegerät bewaffnet, Umfragen auf der Straße oder ein Interview zu führen.

Auf dem Stundenplan standen unter anderem: Tonschnitt, Sprechen fürs Radio, die journalistischen Darstellungsformen und natürlich Didaktik. Soviel sei schon jetzt verraten, im Entstehen ist gerade ein Hörspiel, das uns ins Königreich der Worte führt, und eine Magazinsendung über Schulschwänzer.

Die TLM führt die Fortbildung in Kooperation mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien durch. Ziel ist es, dass die Lehrer danach selbständig medienpädagogische Projekte an ihren Schulen konzipieren und durchführen können.
 



Schulung: Der gebaute Beitrag für die Lehrer

 

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Ein eigenes Budget und einen Coach
Das Tatfunkprojekt der Kuenheim-Stiftung in Thüringen

365 Tage Zeit, ein Mediencoach, ein eigenes Budget und ein Ziel: Die Produktion einer einstündigen Radiosendung. Diese Aufgabe haben jetzt Schüler einer 11. Klasse der Integrierten Gesamtschule am Schwemmbach in Angriff genommen. Tatfunk nennt sich dieses Projekt, das von der Kuenheim-Stiftung finanziert und von der TLM organisiert wird.

Neben dem Endprodukt selbst ist aber auch der Weg dahin das Ziel: Denn unternehmerisches Denken ist ebenso gefragt wie eigenverantwortliche Organisation und Planung, erläutert Anke Schmidt-Krasska, die als Mediencoach das Projekt journalistisch betreut. Sie vermittelt das Know how, um Radiobeiträge professionell an den Hörer zu bringen. In mehreren Workshops, die bei Radio Funkwerk stattfinden, erklärt sie den Schülern wie Nachrichten verfasst und Interviews geführt werden, wie Beiträge aufgebaut sind und welche journalistischen Darstellungsformen es gibt.

Nach ersten redaktionellen und technischen Schulungen steht jetzt die Themenfindung und -umsetzung im Vordergrund. Bereits fest stehen die Themen Rassismus und Kinderarmut - sehr anspruchsvolle Aufgaben, wie Anke Schmidt-Krasska findet. Spätestens bis zum Schuljahresende muss die einstündige Radiosendung stehen - die dann natürlich auf Radio Funkwerk ausgestrahlt wird.
 


Tipps und Tricks für O-Ton Jäger



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Der Zigarettenrauch wird aus Sand gemacht
Einem Geräuschemacher über die Schulter geschaut

Seit die Bilder das Laufen lernten, lässt sich der Mensch optisch manipulieren. Und seit Hollywood gern etwas dicker aufträgt, wird auch unser Ohr mit immer "dickeren" oder gar falschen Geräuschen überlistet. Kleines Beispiel gefällig? Wenn der Filmheld einsam in einer Kneipe über die Welt philosophiert und dabei vernehmlich an der Zigarette zieht und den Rauch durch seine Lippen bläst - dann hören wir - jedenfalls wenn es richtig gut klingen soll - das Geräusch von nassem Sand.

Diese und andere akustische Kunstgriffe, aber auch Tipps und Tricks wie viele Geräusche durchaus an Ort und Stelle mit dem entsprechenden Hintergrundwissen gebaut werden können, vermittelte das Seminar "Das Geräusch - Produktion und Verwendung" mit Peter Schilske bei Radio Funkwerk. Der Sounddesigner ist bei zahlreichen großen deutschen Hörfunk- und einigen Filmproduktionen der Mann fürs "Hörbare" und "Unhörbare". Er kreiert die Hörkulisse für ein Jule Vernesches U-Boot oder entwirft das Geräuscharrangement für Hörspiele nach Karl May Romanen.
 

Und so wird Regen gemacht
 

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Wenn Ermittler feiern
Hörspielnacht und Weihnachtsfeier bei Radio Funkwerk

Mit "Mord ist ein Kinderspiel" ist am 15. Dezember die zweite Staffel der Hörspielnächte gestartet. Der "Tatort" im Sender war wie gewohnt mit bequemen Liegestühlen ausgestattet, um die "Ermittlungsarbeiten" möglichst komfortabel zu gestalten. Und wie schon bei der ersten Staffel erfolgreich praktiziert, konnten sich die "Ermittler" mit landestypischen Speisen und Getränken für ihre "Spurensuche" eindecken. In dem finnischen Kriminalhörspiel ging es um eine Feier unter Kriminalisten, die der Chef durch fingierte Morde etwas spannender gestalten wollte. Eigentlich gab es keinen Leichen und auch keine Täter, nur ein Inspektor hatte das Spiel leider bis zum Schluss nicht begriffen.

Die "Verbrecherjagd" ging anschließend nahtlos in die Weihnachtsfeier über, zu der auch der Weimarer Liedermacher Gerd Krambehr mit seiner Gitarre eingeladen war. Und so wurden nicht nur Weihnachtslieder gesungen, sondern auch bekannte Partyklassiker.

Fortgesetzt werden die Hörspielnächte übrigens am 19. Januar 2007 mit dem "Würger von Canongate" und am 23. Februar 2007 mit dem "Gastspiel in Venedig". Beginn ist jeweils 19 Uhr. Wer an den Ermittlungsarbeiten teilnehmen möchte, sichert sich unter 0361-590900 einen komfortablen Ermittlungsplatz.

 

Crime Time unterm Weihnachtsbaum


 


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R7, D1 und C25

Wie man einen UKW-Empfänger selbst bastelt

R7, D1 und C25, das sind nicht etwa Koordinaten des populären Spiels "Schiffe versenken", sondern eine Auswahl von Bauelementen, die beim "Radio-Bastel- Workshop" am 17. November auf ihren Einsatz warteten. In großer Runde konnten die Workshopteilnehmer nicht nur ihre Fingerfertigkeit und Geduld beim Löten austesten, sie bekamen auch einen kleinen Einblick, was denn alles dazu nötig ist, damit die im OK ausgestrahlten Funkwellen auch ihre Hörer erreichen können.

Auch wenn die Platine vorgefertigt und die Bedienungsanleitung vornehmlich für Elektronikneulinge geeignet war, so gelang es doch, die etwa 50 Dioden, Kondensatoren, Widerstände und Integrierte Schaltkreise "fachmännisch" zu verlöten. Angeleitet und unterstützt wurden die Radiobastler von Mathias Moersch. Er ist Ingenieur und Vorsitzender des Trägervereines des Offenen Fernsehkanals in Saalfeld und selbst passionierter Radiobastler und Funkamateur. Und der konnte zum Schluss in strahlende Gesichter blicken. Denn die Ergebnisse konnten sich hören lassen. Noch den richtigen Sender einstellen - und fertig.

 

An die Lötkolben fertig los!