"air-kennen" - Who Is Who? bei Funkwerk  

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Auf der Suche nach einem Berufswunsch

Die Freiwilligen bei Radio Funkwerk

Seit ersten September vergangenen Jahres haben wieder zwei neue Freiwillige ihren Weg in die Räume von Funkwerk gefunden.

Die eine ist 19 und heißt Laura Wiederhold. Zu ihren Leidenschaften zählen unter anderem stundenlanges Telefonieren (natürlich nur daheim!), Sergio-Leone-Western sehen, Schokolade essen und vor allem: MUSIK. Und da ist sie bei Radio Funkwerk genau richtig! Nach 13 Jahren Schulbank drücken wurde es nun endlich Zeit, ein paar praktische Erfahrungen zu sammeln und das Berufsleben kennen zu lernen. Was liegt da näher als ein Freiwilliges Soziales Jahr?

Freiwilliger Nummer 2 ist Marten Schröder, der schon 20 Lenze auf dem Buckel hat. Nach seinem Abitur verschlug es ihn auch in die Fremde, um mal was anderes zu machen, als immer nur zur Schule zu gehen. Auch wenn nun die Heimfahrten etwas länger dauern. Durch das Aufsehen, welches er schon immer mit seiner Stimme erregte, wusste er: Das Radio ist meine Bestimmung. Und das testet er nun aus.

Zwar sind beide Freiwillige freiwillig bei Radio Funkwerk, doch zählen Veranstaltungstipps und Programmhinweise eher zum täglichen Pflichtprogramm als zur Kür. Das sind eher eigene Beiträge, wie zum Beispiel zum Deutsch-Französischen Jahr. Da durfte Laura ganz tief in die Geschichte eintauchen und die preußischen Reformen näher beleuchten. Marten schlüpfte in die Rolle eines Nachwuchsreporters, um den Kammerdiener von Friedrich Wilhelm III. bei mehreren Glas Wein zu interviewen. Nun warten Organisation und Durchführung des Girlsday auf die beiden, ein Bildungstag für andere Freiwillige sowie Beiträge zu Thementagen. Natürlich nehmen sie die Funkwerker auch mit zu Außenveranstaltungen wie der Messe Kinderkult vom 20. bis 22. April. Und ab und an sind sie auch live zu hören, beispielsweise beim Praktikantenstadl.
 


Laura und Marten, freiwillig bei Funkwerk
 


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Das Format der maximalen Vielfalt

Der Sendeplatz am Montagabend

Sendeplätze in den Abendstunden sind begehrt, weil da die Nutzer von Radio Funkwerk, wie alle anderen Werktätigen auch, eben Freizeit haben. Das heißt, Zeit für ihre Radiosendungen. Und weil Sendezeit knapp ist, teilen sich verschiedene Redaktionsgruppen im wöchentlichen Wechsel einen Sendeplatz. Für den Hörer mag Radio Funkwerk wie ein Sender mit hohem Überraschungsfaktor klingen - man weiß, wenn man einschaltet, nie was kommt - doch das Chaos hat System. Darum stellen wir an dieser Stelle einige Redaktionen vor, die zum Beispiel am Montagabend auf Sendung gehen.

Tango
Einmal im Monat steht der Montagabend bei Radio Funkwerk im Zeichen des Tangos. Am Mikro sitzt Jörg Müller, und das inzwischen seit fast sieben Jahren. Zum Radio kam Jörg über den Tango Argentino e.V., einem Erfurter Tangoverein. Dort entstand die Idee, über das Medium Radio speziell den argentinischen Tango bekannter zu machen. "Denn mal ehrlich, wo hört man sonst im Radio schon groß Tango", so der Tanzbegeisterte, der im Berufsleben als Grafikdesigner arbeitet.

Der Verein hat auch ein umfangreiches Archiv - und Jörg somit keine Sorge, die Sendestunden mit immer wieder neuer und dennoch "alter" Musik zu füllen. "Entstanden ist der Tango in Bunes Aires und Montevideo vor rund 100 Jahren", erzählt Jörg. "Die bunte Mischung der Einwanderer brachte diese damals neue Musikrichtung hervor."

Die Geschichte des Tangos kann Jörg natürlich nicht in jeder Sendung neu erzählen. Aber dafür berichten, wann in Sachen Tango in der Landeshauptstadt wieder etwas los ist - sei es als Tanzkurs oder in Form von Livekonzerten. Liebhaber dieser lateinamerikanischen Musik sollten sich also den Montag auf Radio Funkwerk vormerken. Die nächste Sendung geht am 15. Januar um 20 Uhr über den Äther.

Black Monday
Seit Januar 2000 ist "Black Monday" jeden zweiten Montag auf Sendung. Zunächst spielte Ron Silver "Musik der dunklen Szene, bei der ich dachte, die ist Schwarz". Nach zwei Jahren wechselte er schließlich die Musikrichtung hin zu Industrial mit dem Ziel, "die Musik unters Volk zu bringen.

Doch im Moment ist Industrial am Sterben, es gibt kaum Nachwuchs", stellt Ron Silver fest. Was genau zur jeweiligen Sendung auf den Plattenteller kommt, ist von seiner Stimmung abhängig. Die meisten seiner Scheiben stehen in keinem konventionellen Plattengeschäft. "Glücklicherweise gibt's bei mir um die Ecke einen Vertrieb, die so was haben."

Um zu zeigen, wie schnelllebig die Zeit ist, legt er hin und wieder auch mal die Hits von vor 10 Jahren aus der Szene auf - und ist manchmal selbst erstaunt, wie sich die Beats geändert haben. Wenn Ihr Lust habt, dann schaltet einfach mal ein: Jede gerade Kalenderwoche Montag von 19 bis 20 Uhr

Hitbattle
Das ist eine Sendung von und mit Stefan Bogenhardt, die seit 2002 zum festen Funkwerkprogramm gehört. Ursprünglich hatten sich das Konzept andere Radiomacher ausgedacht. Doch im Laufe der Zeit sprangen die anderen ab, und seit Mitte 2006 ist Stefan alleiniger Moderator.

Das anfängliche Konzept lässt heute noch der Titel der Sendung vermuten: "Hitbattle - ihr wählt, oder wir würfeln". Die Hörer sollten aus zwei Titeln den ihrer Meinung nach besseren bestimmen. Und zwar per Telefonanruf. Doch die Mentalität vieler Deutschen machte den Initiatoren einen Strich durch die Rechnung: Zum Hörer griffen die meisten nämlich nur dann, wenn es für den Anruf attraktive Preise zu gewinnen gab. Doch mit denen konnte die Hibattle-Redaktion nicht dauerhaft aufwarten.

Deshalb hat sich das Konzept den Hörern angepasst. Heute spielt "Hitbattle" Musik quer Beet aus vielen Bereichen. Es werden Musikstile miteinander verbunden, die auf den ersten Blick gar nicht zusammen passen. Doch in der Sendung wird erklärt, was die zunächst gegensätzlich erscheinenden Musikstücke doch gemeinsam haben.

Zu hören ist "Hitbattle" im Abstand von vier 4 Wochen jeweils um 20 Uhr. Die nächste Sendung geht am 29. Januar über den Äther. Vielleicht findet sich bis dahin ja auch Verstärkung. Die erste Sendung im neuen Jahr startete als Co-Produktion mit Thomas Frühauf, der sonst montags alle 14 Tage mit "Destroy Galerie" zu hören ist.

 

 

 

 

 

 

 



Beate Heine und Jörg Müller











Ronald Klamt



Stefan Bogenhard und Ulf Ligan