"air-leben" - Redaktionen und Sendungen  

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Nachgefragt beim Goldenen Spatzen
Die PiXEL-Kids beim Kinder-Film&Fernseh-Festival

Der Goldene Spatz ist wieder in Erfurt gelandet und hat jede Menge Filme mitgebracht. Auch Radio Funkwerk ist mit dabei und berichtet täglich vom Kinder-Film &Fernseh-Festival. Dafür wurde eigens eine feste Redaktionsgruppe bestehend aus sechs Erfurter Schülern zwischen 13 und 15 Jahren gegründet. Zur Vorbereitung trafen sich die jungen Redakteure jede Woche bei Rabatz und lernten viel über Interviews, Filmkritiken und Radiotechnik.

Ihren ersten großen Härtetest haben die Nachwuchsreporter mit Bravour bestanden. Sie produzierten eine zweistündige Live-Sendung auf der Kinderkult-Messe (20. bis 22. April 2007). In der Sendung führten die Jugendlichen Interviews mit dem aktuellen Drachenflugweltmeister, einer Vertreterin der Erfurter Schülerhilfe und einem Modellbau-Experten.

Vom 12. bis 16. Mai berichtet die Spatzenredaktion immer um 16 Uhr vom Goldenen Spatzen. Die Reporter finden raus, welche Filme sich wirklich lohnen, holen Stars ans Mikrofon und werfen einen Blick hinter die Kulissen des Festivalgeschehens.

 

Die PiXEL-Kids zum Fototermin
mit dem Spatzen
 

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Zwölf Sterne auf azurblauem Grund
Thementag zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge

Europa ist 50 geworden - ein halbes Jahrhundert voller Erfolge und Rückschläge, kleiner Schritte und großer Siege. Über acht Wochen beschäftigte sich eine Projektgruppe bei Radio Funkwerk mit dem Europa-Jubiläum. Man spannte den Bogen dabei sehr weit: Von der Legende um die Namensgebung unseres Kontinentes und den antiken Wurzeln unserer Kultur (inklusive der Bürokratie), über Meilensteine der jüngeren Geschichte vom Schuman-Plan von 1950 bis zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2007. Dabei wurde geklärt, warum wir in Europa heute ein Buch von links nach rechts lesen, was es mit den 12 Sternen in der Europaflagge auf sich hat oder warum die Europahymne bis heute noch ohne Text ist.

Die Redaktion ist auch der Frage nachgegangen wie und wo wird Europapolitik gemacht und vor allem, was merken die Bürger in Thüringen davon. Dazu wurden Interviews mit dem Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Gerold Wucherpfennig, mit Thüringer Europaabgeordneten und vielen Bürgern geführt. Jenaer Rechtswissenschaftler gaben Auskunft über die Diskussion um die Europäische Verfassung und ein Schweizer Publizist legte dar, welche Gründe die Alpenrepublik vom Beitritt in die EU abgehalten haben.

Zu hören waren die Beiträge der 14 Radiomacher am 24. März in einer Magazinsendung bei Radio Funkwerk. Interessante Musik aus ganz Europa gehörte übrigens auch zu den Rechercheergebnissen des Projektes.

 


Richard Schaefer im Interview




Workshopteilnehmer im Studio
 

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Dichtung und Noten
Eine musikalische Hommage an Johann Wolfgang von Goethe

Unzählige Komponisten haben sich von Goethes Dichtung inspirieren lassen. Allein vom Heideröslein gibt es heute über 200 Vertonungen. Und das hat Gründe. Goethe legte nämlich großen Wert auf das rhythmische Tempo seiner Texte. Erwiesenermaßen benutzte der Dichter beim Proben in Weimar einen Taktstock, um den sprachlichen Rhythmus anzuzeigen. In Anlehnung an das von Mälzel erfundene Metronom, dachte er sich sogar ein Schema zum Anzeigen von Wort- und Pausenlängen aus.

Kein Wunder, dass er überzeugte Ansichten zur Vertonung seiner eigenen Worte vertrat. An den Kompositionen von Franz Schubert bemängelte er beispielsweise, dass die Musik zu sehr im Vordergrund stünde und auch nicht schlicht genug sei. Auch seinem glühenden Verehrer Ludwig van Beethoven begegnete der dichtende Geheimrat mit eher reserviertem Interesse. Trotzdem schuf der Komponist zahlreiche Goethe-Lieder und sogar Schauspielmusik zum Egmont.

Zum 175. Todestag des Dichterfürsten haben Liane und Norbert Fietzke eine Sendung mit bekannten und eigenen Vertonungen seiner Texte gestaltet. Das Ganze würzten sie mit Geschichten und Anekdoten aus dem Leben des großen Weimarer Bürgers. Auch wenn wir heute nie so genau wissen, was ist daran Dichtung und was die Wahrheit.

Die Klassikfreunde unter den Hörern von Radio Funkwerk können sich auf eine weitere Sendung mit Liane und Norbert Fietzke freuen. Im Juni beschäftigt sich das Duo "Con emozione" mit Anna Amalia, der Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach.

 

Goethe, seine Lieblingskomponisten
waren Reichardt und Zelter
 

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Risus Pauschalis
Der in Vergessenheit geratene Brauch des Osterlachens

Ostern ist das wichtigste Fest im Kirchenjahr. Doch in den Kirchen wurde vom 14. bis 18. Jahrhundert zu Ostern lauthals gelacht. Das Osterlachen war ein Brauch, um der Osterfreude der Gemeinde nach der langen Fastenzeit wieder ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Das Lachen sollte die Überlegenheit und den Sieg über den Tod, der sich an Christus "verschluckt" hat, symbolisieren. Wie zeitgenössische Kritiker berichten, soll es dabei mitunter sehr derb zugegangen sein. Auch Martin Luther lehnte diesen Brauch als "närrisch lächerliches Geschwätz" ab.

Im 18. Jahrhundert wurde das Osterlachen immer seltener, irgendwann hielten sich nur noch die Ostermärlein, eine sehr abgeschwächte Form des gottesdienstlichen Humors. Schließlich wurden aber auch diese in dem Regensburger Erlass von 1853 als "Fabeln, gereimte Dichtungen und Obskures" aus den Predigten verbannt. Der Theologiestudent Dirk Diggler erinnerte in seiner Ostersendung an diesen alten Brauch. Und man kann nicht bestreiten, dass er einem herzhaften und befreienden Lachen auch im 21. Jahrhundert noch einiges abgewinnen konnte.

 

Theologiestudent Dirk Diggler erinnert
an den Brauch des Osterlachens
 

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Die Macht der Buchstaben
Zweitklässler produzieren Hörspiel bei Radio Funkwerk

Was soll man tun, wenn man eine kleine Maus mit großem Hunger ist und der Käse-Laden von einem gemeinen Kater bewacht wird? Dieser wirklich schwierigen Frage widmet sich das Hörspiel "Alle Mäuse lernen Lesen", das die Schüler der zweiten Klasse der Körperbehindertenschule Erfurt produzierten.

Dabei nahmen sie von der Aufnahme über die Gestaltung der Geräusche bis hin zum Schnitt alles mit Begeisterung selbst in die Hand. Für die musikalische Begleitung ihres Hörspiels griffen die kleinen Radiomacher nicht etwa auf CD-Konserven zurück, sondern sangen alle Lieder selbst.

Am Ende einer arbeitsreichen Woche waren die Schüler dann auch mächtig stolz auf das Ergebnis, ihr erstes eigenes Hörspiel. Die Geschichte soll besonders allen Schulanfängern zeigen, wie viel Spaß es macht und wie wichtig es ist, Lesen zu lernen.

Denn die Rettung für die hungrigen Mäuse naht in Gestalt einer Leseratte, die ihnen das Lesen beibringt. Mit dem Wissen aus Büchern gelingt es ihnen schließlich, den Kater auszutricksen und viel leckeren Käse zu erbeuten.

 

Hier ist volle Konzentration gefragt!